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Schlafumfeld – Die 5 Must-Haves für dein Schlafzimmer

von | Aug 22, 2021

Schlafzimmer

Obwohl wir ein Drittel unseres Lebens mit Schlaf verbringen, schenken wir dem Schlaf nicht die Beachtung, die er verdient. Noch weniger Beachtung erfährt meist das Schlafumfeld. Dazu gehören das Bett, die Decke, das Kissen, aber auch die Gestaltung des Schlafraumes. Häufig wird irgendwas gekauft oder erst, wenn das bestehende Equipment die beste Zeit schon lange hinter sich hat.

In diesem Artikel wollen wir uns das Thema Schlafumfeld einmal genauer anschauen und einige Leitlinien zur Orientierung ausarbeiten.

#1 Ergonomische Produkte

Wir kennen das alle: Niemand hat Lust, sich durch zahlreiche Bettenfachgeschäfte zu quälen und etwas viel zu Teures verkauft zu bekommen. So kaufen immer mehr Menschen ihre Matratze, das Kissen und mehr im Internet. Die Entwicklung von „one-size-fits-all“, also die Einheitsmatratze für alle und die Pandemie mit all den Online-Bestellungen hat den Trend weiter verstärkt. Dabei ist das bei Thema Bett so mit die schlechteste Idee.

Millionen Menschen haben schon jetzt durch vieles Sitzen Schmerzen an Rücken und Co. Der Körper lechzt im Schlaf nach Erholung und möchte nicht noch mehr Schmerzen erzeugen. Bett, Matratze, Lattenrost und Schulter sollten auf dich und deinen Körper unbedingt abgestimmt sein. Das ist online kaum möglich. Probeliegen, Feedback eines Fachberaters, der Eindruck vor Ort und die Berücksichtigung bestehender Leiden sowie der Schlafposition sind essentiell, wenn du deinem Körper in der Nacht etwas Gutes tun möchtest.

Möchtest du dennoch lieber online kaufen, solltest du auf Produkte achten, die in der Aufmachung und der Materialien flexibel sind, also auf dich anpassbar. Zum Beispiel in der Größe, der Füllung oder der Höhe. Auch in deinem zu Hause hilft eine zweite Person, die z. B. deine Liegeposition einmal von der Seite betrachtet und erkennt, wenn dein Hals abknickt oder du in der Matratze zu sehr einsinkst.

#2 Klima

Viele Menschen frieren oder schwitzen nachts. Schuld daran ist häufig eine nicht bedachte Regulierung des Klimas. Dazu gehört einerseits das Raumklima, aber auch das Mikroklima im Bett.

Im Zimmer sollte es eher zu kühl als zu warm sein. Dieses Prinzip gilt für alle Menschen, hat jedoch mit 14° C bis 18° C auch einen ausreichenden Spielraum, um individuelle Geschmäcker zu berücksichtigen. Grund für die „Kälte“: Unser Körper senkt die Körpertemperatur ohnehin, wenn es Nacht wird. Also unterstützen wir ihn doch dabei und arbeiten nicht dagegen 🙂

Zum Mikroklima gehört die Temperatur im Bett oder vielmehr unter der Bettdecke. Sowohl mit unserer Kleidung als auch dem Umfeld (Matratze, Spannbettbuch, Material der Zudecke) können wir diese sehr gut regulieren. Dass das Mikroklima einen großen Einfluss auch auf die Schlafqualität hat, kennen wir alle aus dem Sommer. Es ist heiß, wir können kaum schlafen und selbst wenn wir es schaffen, ist der Schlaf weniger erholsam. Grund ist auch hier, dass der Körper seine Körperkerntemperatur gerne senken würde, aber durch die Außentemperatur dagegen ankämpft.

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Wie bei der Ergonomie ist hier auch ein Zusammenspiel der Komponenten extrem wichtig. Wenn du eine atmungsaktive Decke wählst, ist das super. Wenn du dann allerdings einen Schlafanzug trägst, der das Gegenteil bewirkt, hilft dir die Decke gegen dein Schwitzen auch nicht. Hier kommt wieder der Fachberater ins Spiel: Die Werbung der Decke sagt dir das nicht, dass sie nur dann richtig wirkt, wenn auch die Kleidung darunter mitspielt. Ein guter Fachberater hat das im Sinn, wenn du eine Decke kaufst.

#3 Chemische Belastungen

Wenn wir uns mindestens 8 Stunden in einem Raum zur Erholung aufhalten, sollten wir uns nicht „vergiften“. Achte daher darauf, dass keine der gewählten Materialien deine Gesundheit beeinträchtigt. Wir sprechen hier sowohl von den Materialien deiner Kleidung, des Bettes, aber auch der Wandfarbe oder den Möbeln. Alles atmen wir ein, hat ggf. sogar Kontakt mit unserer Haut und sollte daher sorgfältig ausgewählt werden.

Wir raten, auf entsprechende Gütesiegel zu achten.

#4 Strahlenbelastung

Wir sind ein Fan davon, die Strahlung in der Nacht maximal zu reduzieren. Bedeutet in der Praxis:

WLAN aus, keine Matratzen mit Metallkern und Smartphone im Flugmodus – Wecker funktioniert trotzdem.

Elektromagnetische Strahlung ist noch zu neu, als dass wir die langfristigen Gefahren wirklich kennen. Wir sind alle Versuchskaninchen. Es gibt zu dem Thema zwar Studien, ein eindeutiges Ergebnis haben sie jedoch nicht herausgebracht. Daher halten wir es für sinnvoll, die Strahlen, die wir beeinflussen können, in der Nacht zu reduzieren. Das WLAN des Nachbarn können wir nicht ausschalten. Unser eigenes WLAN aber schon und auch das Smartphone und andere Geräte, die ohnehin nichts im Schlafzimmer verloren haben.

Wer auch auf Strom sensibel reagiert oder auf Nummer sicher gehen will, ggf. auch schon mit Baubiologen zusammengearbeitet hat, kann auch den Strom nachts ausschalten. Mittlerweile gibt es dafür auch Zeitschaltuhren.

Ich selbst schlafe durch, seitdem mein Smartphone im Flugmodus ist. Vielleicht ist es auch Einbildung oder das Ergebnis anderer Verhaltensweisen, die ich auf meinem Weg zu einem guten Schlaf optimiert habe. Fakt ist aber, dass ich viel besser durchschlafe, seitdem mein Smartphone nur noch im Flugmodus in Sichtweite liegt. Das Smartphone ist mein Wecker.

#5 Individualität

Am Ende soll das Schlafumfeld auch dir gefallen. Nur wenn wir uns wohlfühlen, schlafen wir auch gut. Hin und wieder macht man dann ggf. Abstriche bei den Punkten #1 bis #4. Solange gemäß dem Pareto-Prinzip 80 % passt, können 20 % auch einmal nur unseren Geschmack berücksichtigen.

So schläft Joe z. B. auf einem Boxpspringbett von YAK Bett, also auf Matratzen mit Metallkern. Ich wechsel gerne zwischen einem 80 x 40 cm Viscokissen und einem Kissen von mySheepi, obwohl nur eines der beiden ergonomisch auf mich und die weiteren Produkte im Bett abgestimmt ist 😀


Was sonst noch gilt

Weitere Einflussfaktoren für unseren Schlaf durch die Schlafumgebung sind:

  • Licht
  • Luft
  • Lärm
  • Temperatur
  • Bettsystem (Matratze, Kopfkissen, Lattenrost, Zudecke)
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Auf all die einzelnen Komponenten sind wir oben schon etwas eingegangen. Dennoch gehört da noch einiges mehr zu. Grundsätzlich sollte die Schlafumgebung dunkel, gut gelüftet, ruhig, kühl und individuell ergonomisch abgestimmt sein.

An diesem Satz kannst du dich sehr gut orientieren, wenn du gedanklich und hoffentlich auch praktisch deine Schlafumgebung einmal optimieren möchtest. Hier spielen viele individuelle Punkte eine Rolle. Je nach Lebenssituation sind nicht alle Einflussfaktoren optimal zu berücksichtigen. Wer in einer 1-Zimmer-Wohnung oder WG wohnt, hat keinen Raum nur für das Bett. Auch Partner, Kinder oder der Ort der Wohnung wirken ein und sind nicht mal eben zu ändern.

Daher ist es wichtig, die Grundsätze zu kennen und bestmöglich im Rahmen der Möglichkeiten zu berücksichtigen. Schläft man schlecht, hat man dann auf jeden Fall Ansätze zum Optimieren.

Lass uns gerne einen Kommentar und deine Meinung über das Thema unterhalb dieses Artikels da.

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