Du bist nach dem Essen müde und möchtest dich am liebsten hinlegen und schlafen? Besonders nach großen Mahlzeiten wie jetzt zur Weihnachtszeit sind wir oft müde. Warum das so ist und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

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Wer schreibt hier
Ich bin Fabian. Zusammen mit Joe möchte ich dir rund um das Thema Schlafen helfen.

Unser Ziel ist es, dass noch mehr Menschen zu Schlafonauten werden. Ein Schlafonaut weiß, wie wichtig Schlaf ist und welche positiven Auswirkungen er auf unsere Energie, Stimmung und Leistungsfähigkeit hat.

Verdauung

Nach dem Essen benötigt der Körper seine Energie vor allem für das Verdauen der Nahrung. Daher werden Magen und Darm stärker durchblutet und in unserem Gehirn befindet sich weniger Sauerstoff, wir werden müder. Das ist die Hauptbegründung für Müdigkeit nach dem Essen.

Doch nicht nur. Wie so oft, spielen auch unsere Hormone eine Rolle.

Orexin

Nach neuesten Forschungen hängt die Müdigkeit nach dem Essen vor allem mit dem Hormon Orexin zusammen. Orexin ist ein Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und unseren Appetit reguliert.

Es signalisiert unserem Gehirn, ob wir hungrig sind oder nicht. Wird viel Orexin in unserem Gehirn gebildet, sind wir hungrig, bei wenig Orexin satt.

Geben wir unserem Körper nun Nahrung, wird die Orexin-Produktion gestoppt. Wenig Orexin bedeutet, dass wir uns gesättigt fühlen und müde.

Nicht alle Lebensmittel haben den gleichen Einfluss auf unsere Orexin-Produktion.

Es kommt auch darauf an, was wir essen.

„Falsche“ Lebensmittel

So haben Forscher herausgefunden, dass kohlenhydratreiche und zuckerhaltige Lebensmittel die Orexin-Produktion sehr schnell sinken lassen bzw. hemmen. Bei eiweißhaltigen Lebensmitteln dagegen steigt der Orexin-Gehalt sogar an.

Brot, Backwaren, Nudeln, und Süßigkeiten machen also müde – Eier, Fisch und Fleisch sogar wach.

Backwaren wie Croissants machen nach dem Essen eher müde

Backwaren wie Croissants machen eher müde.

Bei einfach kohlenhydraten Lebensmitteln (Haushaltzucker, Traubenzucker, Weißmehlprodukte) kommt hinzu, dass diese den Blutzuckerspiegel zwar erhöhen, aber ebenso schnell wieder fallen lassen – auch das trägt zur Müdigkeit bei.

Wir wissen nun also welche Art von Lebensmittel uns müde macht und welche eher nicht. Bleibt die Frage, ob Schlafen nach dem Essen nun gut ist oder nicht. Was ist also dran an dem Spruch: Nach dem Essen sollst du ruhn‘ oder 1.000 Schritte tun?

Was nach dem Essen tun

Nach dem Essen produziert unser Magen vor allem Magensäure. Legen wir uns nun hin, kann diese zurück in die Speiseröhre laufen und zu Sodbrennen führen.

Wenn du Probleme mit Sodbrennen hast, ist Hinlegen also keine so gute Idee. Zudem hat der Körper in der horizontalen Lage Probleme, das Essen vernünftig zu verdauen.

Besser ist es daher, einen leichten Spaziergang zu tätigen oder zu sitzen und nach etwa drei Stunden schlafen zu gehen. So lange benötigt unser Körper nämlich für eine Art Grundverdauung.

Fazit

Ein generell etwas müderes Gefühl lässt sich nach dem Essen nicht vermeiden. So kannst du die Effekte jedoch so gering wie möglich halten:

  • Esse nur so viel, bis du gesättigt bist. Ein „Überfressen“, weil es so lecker ist belastet das Verdauungssystem unnötig.
  • Meide zu viel Kohlenhydrate und zuckerreiche Lebensmittel, wenn du danach noch wichtige Arbeiten erledigen möchtest. Besser: Gemüse und Proteine.
  • Trinke vor dem Essen ausreichend Wasser: So nimmst du weniger Essen zu dir, weil dein Magen schon gefüllt ist und du fühlst dich insgesamt vitaler.
  • Esse nicht am Arbeitsplatz bzw. gehe anschließend noch an die frische Luft. Zu wenig Sauerstoff macht müde – lüfte das Büro mittags unbedingt.
  • Toptipp: Mach einen Mittagsschlaf 2.0 mit Kaffee nach dem Essen

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